Ich

Als Haus wärst du ne Hütte.

Hey. Wow. 21. Juli. Na, da hat aber mal wieder jemand die Zeitmaschine auf beschleunigen-ad-ultimo gestellt...

Egal. Nehmen wir uns die Zeit.
Für einen Blogeintrag.
In dieser Twitter-Epoche fühlt sich das ja schon fast an wie: ein Telefonbuch.
Ha.

Finde kaum mehr Zeit für den Blog, dabei bin ich momentan - fast ungewollt - mehr auf Blogs unterwegs als je zuvor: allein schon, um die ganzen köstlichen Kommentare zur peinlichen Vodafone-Kampagne zu sichten, sammeln und genießen. Klar, hat berufliche Gründe, aber selten hat sich eine der meist gehassten Agenturen der Branche peinlicher als von vorgestern entlarvt als damit. Scholz & Failfriends. Wer soll euch noch ernst nehmen?

Aber halt, reicht schon, dass ich in meinem realen Leben kaum noch Zeit und Gedanken auf irgendwas anderes als den Job verschwende, da muss ich das hier nicht auch noch tun.

2009... zur Hälfte vorbei... da bietet sich ein kleines Zwischenfazit doch geradezu an. Also:

- Wichtige Menschen verloren durch: nichts als Arbeit.
- Spaß am Leben kaum noch vorhanden durch: nichts als Arbeit.
- Glaube ans eigene Können schwer beschädigt durch: nichts als Arbeit.
- Extrem neidisch gewesen auf diejenigen Kollegen, die gekündigt haben wegen: nichts als Arbeit.
- Über das Geheule von wegen "Wirtschaftskrise" nur ungläubig den Kopf schütteln können wegen: nichts als Arbeit.

Ok, wird langweilig...

Kurz gesagt: die Reißleine ist in Sichtweite.
In einem Monat habe ich Urlaub.
Wenn es mir danach nicht grundlegend anders/besser geht... ist das hier vorbei.
Ich schwöre. Aber hallo.
Irgendwann fällt jede Hütte ein.

Wer hat gesagt...

...hier wäre Schluss?

Nur wegen Köln-Langeweile, Twitter und generell großzügig generischer Lebensunlustigkeiten?

Nein. Ich bin noch hier, du nicht, du rauchst bestimmt auch weniger als ich und darum schaffst du es auch nicht, all das Aufregende zu sehen, was mein Handtuch so bietet.

Ist mir aber grad mal egal, ich hab Kalk überlebt, brauch dafür kein Hashtag, keine Perspektive und zum Kotzen nicht mal eine Toilettenschüssel.

Mach mir das nach und sei stylisher. Ich warte auf dich. Ha.

Ich entschuldige mich...

...für die aktuelle Leichenstarre hier.

Hab eigentlich jede Menge zu erzählen... Ok, ist vermutlich übertrieben, aber jedenfalls jede Menge nette kleine Artikelideen.

Nur leider momentan auch jede Menge überhaupt keine Zeit.

Insofern:
Bis irgendwann bald demnächst mal wieder oder so tschüss bleiben Sie mir erhalten und wohlgesinnt Sie kennen das ja man sieht sich bald mal wieder bye bye und bis dann am selben Ort zur nächsten Zeit Adios.

Kat.: Erlebnisse, die man nicht braucht.

Wir sitzen auf einer Award-Show, außer unserem eigenen Beitrag gibt es nur noch zwei weitere Nominierte in unserer Kategorie, die sind beide so richtig scheiße, also MÜSSEN wir eigentlich gewinnen.

Und dann: in der gesamte Kategorie wird einfach mal GAR kein Gewinner ausgelobt. Wir sind alle nicht preiswürdig, alles war komplett umsonst, wir sitzen irritiert da wie nicht abgeholt.

Na immerhin durften wir dann noch eine kölsche Mundart-Band live auf der Bühne bewundern. Wow, was ein Abend.

War's das?

Wie originell, ein Jahresabschlußblogeintrag.

Meine Entschuldigung: war längst mal wieder Zeit. Und mein Silvesterabend wird so unspektakulär verlaufen wie die gesamte letzte Woche. War/bin in Frankfurt und habe letztendlich eigentlich nichts gemacht.

Außer festzustellen, daß ich meine Freunde inzwischen an einer halben Hand abzählen kann, ich mich hier dennoch ungleich mehr "zu Hause" fühle als in Köln, ich keinen Schritt weiter bin, was meine Ideen für die Zukunft angeht.

So gesehen: traurig. Anders gesehen eher auch. Aber vor allem, weil es morgen schon zurück nach Köln geht. Und dann wieder Arbeit Arbeit Arbeit mein Blickfeld dominieren wird.

Alas. Auf ein neues. Was soll's.

Von IKEA getriggertes Selbstmitleid.

ZUHAUSE - Kein Platz auf der Welt ist wichtiger. Das steht auf dem Cover des neuen IKEA-Katalogs. Und warum fühle ich mich davon jetzt so punktgenau getroffen?

Es ist alles reichlich merkwürdig.

Hätte mir niemals träumen lassen, daß man nach einem Ort wie Frankfurt Heimweh verspüren kann. Zumal, wenn man dort nicht mal herkommt. Doch es ist so, wobei sich "Heimweh" vielleicht exakter als das Vermissen von Freunden und Bekannten, Ritualen, Vertrautheit oder sogar Geborgenheit beschreiben ließe.

Nur war ich doch immer derjenige, der nichts dringender gesucht hat als das Neue, Ungewohnte, Aufregende...? Der sich ständig wie in Routine festgefahren fühlte? Dessen typischer Gedanke "Das kann's doch noch nicht gewesen sein" lautete?

Und Köln ist zweifelsohne die wesentlich tollere Stadt als Frankfurt. Hier herrscht brodelndes Leben, überall und jederzeit viele viele junge interessante Menschen, ungezählte Möglichkeiten zur Ablenkung bzw. Freizeitgestaltung (wenn man denn welche hätte...), generell ganz einfach tierisch viel los in der Stadt. Besonders viel sogar in meinem Viertel. Und eher mal viel zu viel in meiner Straße... auch wenn das nun eher die ohne Unterlaß vorbeibretternden S-Bahnen, Regionalexpresse (-expressi?) und Güterzüge meint.

Am Ort liegt es also nicht, daß das neue Zuhause (noch?) kein Zuhause ist. Am Job auch eher nicht - das Team ist klasse, die Aufgaben insgesamt ok, zusammengenommen ist meine jetzige wohl die beste, lockerste, angenehmste und dabei dennoch vielleicht erfolgreichste Agentur, in der ich bislang gearbeitet habe.

Vermutlich liegt es einzig und allein an mir selbst. An meiner ganz extrem nicht mehr vorhandenen Motivation. Nicht nur für den Job oder sogar die ganze Branche. Sondern für das Arbeiten selbst. Würde mich am liebsten nur noch ins Bett legen und darauf warten, daß es mir irgendwie wieder besser geht. Auch wenn ich nicht weiß, was dieses "besser" sein sollte.

Egal, sich irgendwo rein kuscheln geht allemal besser an einem Ort, der einem vertraut geworden ist. An dem man weiß, wo man in welcher Stimmungslage mit wem hin gehen kann und wer für einen da ist. Also eher in Frankfurt als in Köln. Für mich. Derzeit.

Aber andererseits geht das natürlich GAR nicht; ich bin 35, nicht 65, und es behagt mir weder, auf den Tod noch auf eine undefinierbare Besserung zu warten.

Vielleicht ist es ja auch einfach nur eine temporäre Stimmungsdelle (eine tiefe; bei jemandem, der ohnehin fast grundsätzlich schlechter Stimmung ist). Vielleicht wäre die Antwort auch schlicht und ergreifend, mich wesentlich früher als geplant selbstständig zu machen und als Freier zu arbeiten. In Frankfurt. Nach meinen eigenen Vorgaben. (Ok, das ist illusorisch.) Vielleicht ändert sich nach einer längeren Eingewöhnungszeit auch alles und ich werde hier doch sowas wie "glücklich". Hmm. Mal sehen.

Ein halbes Jahr bleibe ich ohnehin definitiv hier in Köln. Also bis Februar/März. Und bis dahin... fließt noch einiges Wasser den Rhein hinunter. Ja, der Spruch mußte jetzt kommen.

Zeit. Und was sonst noch rennt.

Ja, richtig, ich habe hier seit etwa einem Monat praktisch gar nicht mehr geschrieben. Und das wird sich auch nicht so bald ändern - das heißt, einen oder zwei Frankfurt-Abschiedsbeiträge gibt es hoffentlich noch... wenn ich es zeitlich unterbringen kann.

Problem ist einfach, daß ich mit wichtigeren Dingen beschäftigt bin - einen Umzug vorbereiten, über plötzliche, blöde Abschiedssentimentalität hinwegkommen, mit sonstigen anstrengenden Gefühlen kämpfen.

Dazu kommt dann noch, daß heute abend endlich wieder das Fantasy FilmFest in Frankfurt startet, was für mich bedeutet: eine ganze Woche lang jeden Tag von 13 bis 2 Uhr im Kino sitzen, danach noch ca. 4 Stunden lang Reviews zu allen Filmen schreiben, die ich gesehen habe, dann ca. 5 Stunden schlafen, dann wieder ins Kino hüpfen. Schlauchend, aber immer wieder schön ;)

Am 10. August ziehe ich dann um. Komme einen Tag später nochmal zurück für Abschiedsparty und, äh, Fußball.

Und ab 15. August arbeite ich schließlich in Köln. Mal sehen, wie es dann mit dem Blog weitergeht. Und mit mir.

Provozieren geht doch noch.

Ich sehe ja nun schon seit einigen Jahren im wesentlichen ziemlich brav aus. Mal davon abgesehen, daß heutzutage vermutlich keine Frisur der Welt einen Großstadtbewohner noch richtig schocken könnte, bin ich mit meinen Haaren zum Beispiel auch gar nicht zu großen Experimenten in der Lage: dünn, weich, schlapp hängen sie runter und werden meistens doch nur zu irgendeiner Art Scheitel. Brr. (Kurzgeschoren stehen sie mir eher noch weniger.)

Und Klamotten? Naja. Inzwischen ist doch jede Form, sich zu kleiden, zu einem Modeschema bzw. -trend verkommen. Hat damit seine Aussage (oder jedenfalls seine Aussagekraft) verloren - und kann selbst beim biedersten Bürger kaum noch Interesse wecken.

T-Shirt-Sprüche schaffen das sowieso nicht mehr. Die Leute haben mittlerweile schon alles gesehen, gelesen und gedacht; da berührt sie irgendein Satz auf einem T-Shirt auf einem Typen in der Straßenbahn definitiv nicht weiter. Dachte ich. Bis heute. Ich führe meinen neuesten Textilerwerb spazieren. Und ernte tatsächlich offene Münder und schockiert aufgerissene Augen :D

Wo Frankfurt noch Offenbach heißt...

...und ich derzeit meine Arbeitskraft vergeude. Komm mich doch bitte mal jemand besuchen, ja? Ist ein wenig weit weg von der realen Welt, hier. Aber ganz hübsch.

 

 

 

 

Klick macht Bilder groß

Köln is calling...

... und ich hab, wie üblich, Angst vor meiner eigenen Courage. Eigentlich glaube ich schon seit Ewigkeiten, daß ich dringend mal wieder einen Ortswechsel brauche. Eine Unterbrechung meiner Routine, die mir frische Luft zufächert. Natürlich auch einfach eine neue Herausforderung - und das wäre dieser mir fröhliche zuwinkende Job definitiv.

Aber dann - alles hier aufgeben? Die günstige, schöne Wohnung; die liebgewordenen Freizeitgestaltungsmöglichkeiten? Und vor allem die paar wirklich guten Freunde? In eine neue Stadt gehen, wo ich fast nichts und niemanden kenne?

Das werden ein paar harte Tage mit schweren Entscheidungen.

Kommentieren.

Und wer will schon ne...
Und wer will schon ne olle Hütte, hä? Du...
fraumaus - 23. Jul, 19:59
oh baby
... es regnet.
haifischmaedchen - 15. Jun, 19:12
Ist das nun eigentlich...
Ist das nun eigentlich sehr blasphemisch oder, ach...
todaystomorrow - 21. Mai, 03:31
Der Kulturkritiker nährt...
scheint so, als habest du dich aus der kulturkritik...
blogger.de:fairfox - 19. Mai, 01:45
oha. wollte schon fragen. aber...
oha. wollte schon fragen. aber sowas wie musical waren...
todaystomorrow - 10. Dez, 02:46

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